Anne Frank

Theaterstück: 50 min
Diskussionsrunde: 40 min
Workshop: 90 min

ANNE FRANK IM SPIEGEL DER ZEIT - SACHSEN 2021-2023

Ein Projekt über die Rolle von Religion im Konfliktfeld Antisemitismus

Nicht die Erfahrung schafft den Begriff des Juden, sondern das Vorurteil fälscht die Erfahrung. Wenn es keine Juden gäbe, der Antisemit würde ihn erfinden - Jean-Paul Sartre

Das Projekt beinhaltet ein dokumentarisches Theaterstück, Podiumsdiskussionen und interaktive Workshops für die Klassenstufen 7-12, für Auszubildende und Schüler/ Schülerinnen der Beruflichen Schulen.

Auf Grundlage der Erfahrungen vergangener Projekte setzen wir 2021-2023 den Schwerpunkt auf die Reduzierung von antisemitischen Einstellungen bei Jugendlichen durch Vermittlung von historischem Wissen und der Vermittlung von Interreligiöser Bildung.

Die Frage nach der Rolle von Religion in Gesellschaft und Politik führt vielfach zu kontroversen Auseinandersetzungen und emotionalen Debatten. Trotz einer wachsenden Ablehnung von Religion prägt der Glaube nach wie vor das alltägliche Leben vieler Menschen in Deutschland: Der Bau von Moscheen spaltet Kommunen. Kreuze in staatlichen Institutionen erregen die Gemüter. Jüdinnen und Juden fürchten Übergriffe im alltäglichen Leben, wenn sie ihren Glauben durch das Tragen einer Kippa sichtbar machen und jüdische Kindergärten und Schulen müssen durch Zäune, Kameras und Polizei geschützt werden. Antisemitismus ist in der Gesellschaft allgegenwärtig. Welche Rolle spielen Religionen im Konfliktfeld Antisemitismus?
Unser Ziel ist es den Teilnehmern/ innen unseres Projektes Kompetenzen zu vermitteln. Kompetenzen, die sie befähigen Brücken zu bauen, damit sie die bei allen Schwierigkeiten, Gegensätzen, Konfrontationen doch immer auch das Gemeinsame sehen.

EIN MENSCHENRECHT FÜR ANNE

Ein Theaterprojekt über das Leben und Schicksal des Mädchens Anne für Menschen ab 13 Jahren.

Im Laufe des Jahres 1941 nehmen die anti-jüdischen Maßnahmen der Besatzer zu, und die Familie Frank beginnt mit den Vorbereitungen unterzutauchen. Am 5. Juli 1942 erhält Margot die berüchtigte Einberufung zum „Arbeitseinsatz „, hinter der sich die Deportation in die Vernichtungslager versteckt. Schon am nächsten Tag taucht die Familie Frank unter.

Im Laufe des Jahres 1941 nehmen die anti-jüdischen Maßnahmen der Besatzer zu, und die Familie Frank beginnt mit den Vorbereitungen unterzutauchen. Am 5. Juli 1942 erhält Margot die berüchtigte Einberufung zum „Arbeitseinsatz „, hinter der sich die Deportation in die Vernichtungslager versteckt. Schon am nächsten Tag taucht die Familie Frank unter.Das Theaterstück GESCHICHTEN AUS DEM TAGEBUCH DER ANNE FRANK behandelt das Leben der Anne Frank, ihrer Familie und Bekannten während ihrer 2 Jahre von 1942-1944 im Versteck des Hinterhauses der ehemaligen Firma ihres Vaters. Die Handlung basiert auf den Aufzeichnungen des Tagebuchs der Anne Frank. Zwei Mädchen erscheinen auf der Bühne, finden einen Koffer und entdecken neben vielen Fotos auch das Tagebuch der Anne Frank. Die Metamorphose beginnt, als beide Mädchen in Anne Franks Geschichte schlüpfen. In 24 Bilder wird die Geschichte der Anne Frank und ihrer Familie nacherzählt. In Interaktionen mit den Zuschauern verwischt sowohl die Grenze zwischen Spiel und Wirklichkeit als auch zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die gemeinsame Diskussionsrunde im Anschluss ermöglicht das Gesehene und Erlebte inhaltlich aufzuarbeiten. In kleinen Klassengesprächen erschließen sich die Jugendlichen gemeinsam mit den Schauspielerinnen und dem Projektleiter die dargestellten Figuren und den historischen Raum, in welchem das Theaterstück spielt.

In Workshops im Nachgang setzen sich die Jugendlichen mit dem Thema Menschenrechte auseinander. Das Projekt EIN MENSCHENRECHT FÜR ANNE arbeitet mit Perspektivwechseln. In Rollenspielen schlüpfen unsere Teilnehmer in die Haut des "Anderen" und können auf diese Weise für sich völlig neue Sichtweisen in bestimmten Situationen erfahren. Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit sich auszuprobieren. Sie können sich durch diese Erfahrungen weiter entwickeln und an den bewältigten Aufgaben wachsen. Eigene Ausgrenzungserfahrungen der Projektteilnehmer können in angeleitete Rollenspiele integriert werden und auf diese Weise verarbeitet werden. Nach dem Motto:" Wenn ich weiß wie sich Ausgrenzung anfühlt, werde ich andere Menschen nicht vorschnell verurteilen und ablehnen" werden die Erfahrungen der Projektteilnehmer untereinander reflektiert.Das Projekt fordert und fördert die Teilnehmer sowohl körperlich durch viel Aktivität als auch geistig durch den selbstreflexiven Ansatz. Dieser Zugänge erweisen sich als besonders wirksam, um Veränderungen im Denken und Verhalten bei Jugendlichen anzustoßen.Dieses Projekt vermittelt grundlegendes politisches und geschichtliches Basiswissen und eröffnet eine Diskussion über die aktuelle Situation des Rechtsextremismus und den Umgang mit Menschenrechten in Deutschland.

EIN MENSCHENRECHT FÜR ANNE wurde 2018 mit freundlicher Unterstützung des Landesprogramms Weltoffenes Sachsen überregional an Schulen in Sachsen realisiert.

Szenenfotos Tournee Sachsen 2018

Ablauf

  • Aus dem Leben der Anne Frank 1942-1944
  • Identifikation der Schüler mit Anne
  • Zugang über die emotionale Ebene
  • Vorurteile heute und damals
  • Geschichte gerät nicht in Vergessenheit
  • Politische Bildung ist lebensweltorientierte Bildung
  • Rollenspiele erweitern Horizonte

Meinungen zum Projekt

  • Der Projekttag war ein gelungenes Beispiel dafür, geschichtlich Relevantes mit Aktuellem zu verbinden und den Fokus auf das Verhalten zu Intoleranz und Diskriminierung und die jeweils eigenen Handlungstendenzen zu legen. - Schulleiterin
  • Die eigene Verantwortung gegenüber der Geschichte von Deutschland wurde wieder stärker zum Bewusstsein gebracht, denn vorher lehnten die Schüler diese entschieden ab. - Lehrer

Ansprechpartner

Karin Berner
  • 030 394 22 23
  • theaterscheselong@arcor.de